Willkommen bei den Berg- und Wanderfreunden Lohhof e.V.
 

Berg- und Wanderfreunde Lohhof 4. November

Wander- und Kulturwoche in der Weinpfalz

Pünktlich zur Weinlese machten sich 18 Mitglieder der Berg- und Wanderfreunde Lohhof

zu einem 8-tägigen Wander- und Kultururlaub in die Weinpfalz auf. Als Quartier hatten wir uns

einen Winzer in der Gemeinde Kirrweiler/Neustadt an der Weinstraße ausgesucht. Dieser Ort

hat eine lange historische Tradition; u. a. war hier die Sommerresidenz der Fürstbischöfe zu

Speyer. Unser Wanderführer Werner Ruf, der aus der Pfalz stammt, hatte für die Woche ein

vielseitiges Programm zusammengestellt. So ging es am ersten Tag über den Weinlehrpfad

von St. Martin hoch zur Kropsburg. Dort oben befindet sich das in den Jahren 1893 bis 1899

erbaute sog. „Friedensdenkmal“. Bauherr war Prinzregent Luitpold von Bayern und erinnert

somit einerseits an die bayerisch-preußische Allianz im Krieg 1870/71 gegen Frankreich und

andererseits an die Epoche, als die Pfalz zum Königreich Bayern gehörte.

Eine weitere Wanderung führte uns von Mai- kammer durch das Klausental hoch zum Ham -

bacher Schloss, einem für die deutsche Geschichte historischen Ort: Das Hambacher

Fest von 1832 gilt als Beginn der Entwicklung zur Einheit des deutschen Reiches. In dem Fest

findet auch unsere heutige schwarz-rot-goldene Fahne ihren Ursprung. Das Hambacher

Schloss wird von den Einheimischen auch „Käschde“-Burg genannt, da die Anhöhe von

einem Wald von Esskastanien (=„Käschde“) umgeben war.

Sportlicher Höhepunkt war die Wanderung auf die 673 m hohe Kalmit. Der Weg führte

zunächst durch einen lichten Kiefernwald, bevor es durch das „Felsenmeer“, einer ein-

drucksvollen weitläufigen Ansammlung von meterhohen Sandsteinfelsen, ging. Einkehr

erfolgte am Kalmithaus, von wo aus es eine großartige Aussicht in die Rheinebene gab.

Auch die Kultur kam nicht zu kurz. So zeigte unser Führer uns im Weinbauort Deidesheim

das Lokal, wo der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl seinen hohen Staatsgästen das

Pfälzer Traditionsgericht „Pfälzer Saumagen“ hat servieren lassen.

In Bad Dürkheim besichtigten wir das „Riesenfass“ mit einem Durchmesser von 13,5 m bzw.

1,7 Mio. Liter Rauminhalt sowie das 33 m lange und 18 m hohe Gradierbauwerk. Hier tropft

Sole über Äste und bewirkt im angrenzenden Kurpark eine salzgesättigte feuchte Luft, die

gut für die Durchlüftung der Lunge ist. Bei einem Stadtrundgang in Speyer besichtig -

ten wir den Dom mit seinen Kaisergräbern (aus der Salierzeit, 11. Jh.) sowie den mittelalterlichen

Judenhof, der erst kürzlich als Weltkulturerbe eingestuft wurde. Kultureller Mittelpunkt des

Judenhofs ist das 11 m tiefe und von Grundwasser gespeiste rituelle Frauenbad, die sog.

„Mikwe“.

Was uns alle faszinierte, war der Besuch beim „Essigdoktor“ in Venningen. Dort hat sich ein

Winzer darauf spezialisiert seinen eigenen biologisch angebauten Wein zu hochwertigen

Essigen zu vergären. Vor der Führung durch die stimmungsvoll mit Kerzen beleuchteten Essig -

keller mit alten Weinfässern wurden wir in Kapuzenmäntel eingekleidet, damit keine

unliebsamen Fremdbakterien eingeschleppt werden – wie man uns sagte. In den Kellern

konnten wir dann die mit Kräutern und Gewürzen zugesetzten Essige schnuppern sowie

einer alten „Essigmutter“ (= Essigpilz, der Alkohol mit Hilfe von Sauerstoff aus der Luft zu

Essigsäure fermentiert) bei ihrer stillen Arbeit im Wein zusehen. Den absoluten Höhepunkt

bildete die anschließende Verkostung von 5 hochwertigen Trinkessigen, was ein unver -

gleichliches Geschmackserlebnis war. Die Abende ließen wir entweder in unserem

schönen Weinhaus oder einer Straußenwirt - schaft am Ort gemütlich bei einer prickelnden

Schorle oder einem herrlichen Pfälzer Wein fröhlich ausklingen. Alle Teilnehmer freuten

sich, dass nach der langen bedrückenden Corona-Pause ein so schöner, erholsamer und

die Psyche wieder aufbauender Wanderurlaub in der Pfalz möglich war.

Wenn der Bericht bei Ihnen den Wunsch ausgelöst haben sollte, unseren Verein näher ken -

nenzulernen sind Sie uns als Gäste herzlich willkommen. Überlegen Sie doch mal, ist wandern,

ratschen oder in Gemeinschaft einfach mal was unternehmen etwas für Sie? Information zu

allen, regelmäßig stattfindenden Wanderungen (die keinen überfordern!) der Wander -

freunde Lohhof finden Sie im Lohhofer Anzeiger oder auf unserer Homepage unter

www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de

Werner





Wanderung zur Säulenhalle bei Polling

An einem kalten, aber sonnigen November-Sonntagmorgen machten sich30 Wanderfreunde mit S- und Regionalbahn auf den Weg nach Weilheim. Dort startete die eigentliche Wanderung. Diese führte entlang der Ammerüber Oderding zum„Stoa169“, in der Nähe des Dorfes Polling. Bei „Stoa169“ handelt es sich um eine offene Kunsthalle mitten in der Natur, getragen von 121 individuell gestalteten Säulen. Das Wort „Stoa“ verweist auf die Wandel-halle der Philosophen im alten Griechenland. Das Kunstwerk erhielt seine Baugenehmigung im Jahr 2017. Das von Bernd Zimmer entworfene Kunst -werk gehört einer Stiftung. Durch Berichte von Funk und Fernsehen wurdeauch unsere Wanderführerin Hermine Pallauf auf dieses Ziel aufmerksam. ImRahmen der 13 km langen Wanderung kehrten wir in einer gemütlichen Bauernwirtschaft ein, wie man sie heute nur noch selten findet. Es gab nur eine begrenzte Speisekarte; aber das Essen war mit viel Liebe zubereitet. So gab es zum Schweinebraten neben selbstgemachten Semmelknödeln eine „ordentliche Soß“ und nicht nur eine aus dem„Packerl“. Als wir uns kurz vor 17.00 Uhr mit dem Zug wieder auf den Heimweg machten, ging die Sonne im Pfaffenwinkel gerade mit einem schönen Abendrot unter. Den Lohhofer Berg- und Wanderfreunden sind Gäste – die vielleicht künftig neue Mitglie - der werden – immer willkommen. Die Mitglieder des Vereins kommen nicht nur aus Unterschleißheim, sondern auch aus den umliegenden Gemeinden sowie aus München. Informationen zu unseremVerein finden Sie auf unserer Homepage unter www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de.

Otto Felkel, Berg- und Wanderfreunde Lohhof


Herbstwanderung zum Nymphenburger Schloss

Am 17. Oktober 2021 verzichteten 25 aktive Mitglieder der Berg- und Wanderfreunde Lohhof auf ihre obligatorische Kirchweihgans. Stattdessen begaben sie sich unter Führung des neuen Vereinsvorsitzenden Günther Möchel auf eine 10 km Stadtwanderung. Hierzu fuhren sie mit der S1 gegen 9:30 Uhr ab Lohhof gen München Pasing. Schien in Unterschleißheim noch die Sonne, so wurden sie in München mit „Morgennebel“ empfangen. Der Weg führte sie ab Pasing entlang des Nymphenburger Kanals zum Schlosspark. Dort konnten die Teilnehmer u. a. die Kaskade, den Springbrunnen und altgriechische Statuen bei Sonnenschein bewundern. Auch eine Gondel war in den Schlosskanälen im Einsatz. Nach einer rd. 1 ½ stündigen Pause im Café Palmengarten marschierten sie über verschlungene Pfade weiter zum Moosacher Bahnhof, von wo aus es mit der S-Bahn wieder nach Hause ging.

Viele der Teilnehmer freuten sich, dass jetzt solche Touren nach der langen Corona-Pause wieder möglich sind. Das miteinander wandern, ratschen und essen ist vielen in den vergangenen Monaten schmerzlich abgegangen.

Sollten Sie Lust verspüren mal mitzuwandern, sind Sie bei unserem Verein immer willkommen. Auf anstehende Wanderungen weisen wir regelmäßig im Lohhofer Anzeiger hin. Außerdem finden Sie die Termine und weitere Informationen auf unserer Homepage „www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de“.

Otto Felkel

Berg- und Wanderfreunde Lohhof

Für Wanderer gibt es kein schlechtes Wetter ……4.1.2022…..

Obwohl Regen-, Graupelschauer sowie vereinzelter Schneefall für´s Alpenvorland vorhergesagt waren, machten sich Anfang Januar neun wetterfest ausgerüstete Wanderfreunde auf zur ersten Tour dieses Jahres. Dies ist traditionsgemäß ein Aufstieg auf den „Heiligen Berg“ in Andechs; eine Tour mit rd. 11km Länge.

Bei Einstieg in die S-Bahn in Unterschleißheim regnete es wie vorhergesagt. Auch der während auf der Wanderstrecke zwischen Herrsching und Andechs einsetzenden Schneefall passte zur Wetterprognose, vermieste aber der Gruppe nicht die gute Laune. Nachdem sich die Einzelnen im Andechser Bräustüberl gestärkt hatten,  machte man sich bei aufklarendem Himmel wieder auf den Rückweg, diesmal über´s Hörndl  mit Blick auf den Ammersee. Wieder in Hersching angekommen zeigte sich stellenweise sogar der blaue Himmel. Für Gerhard Auer als neuen Wanderführer des Vereins war die mit neun Personen Corona gerecht durchgeführte Tour ein gelungener Anfang.

Eine Episode am Rande: Als wir das Bräustüberl betraten wunderten wir uns, dass auf den Tischen nur helles Bier stand, obwohl Andechs doch für seinen dunklen Doppelbock bekannt ist. An der Schankkasse erfuhren wir dann, dass aufgrund einer Verunreinigung des Malzes im Produktionsprozess die Brauerei 10.000 Hektoliter des dunklen Gerstensafts aus dem Verkehr gezogen hat und deshalb zurzeit diese Biersorte nicht verfügbar war.

Sollten Sie gerne mal in Gemeinschaft wandern wollen, sind Sie bei den Berg- und Wanderfreunden immer willkommen. Informationen einschließlich Programm unter www.berg-wanderfreunde-lohhof-ev.de.

Otto Felkel