Willkommen bei den Berg- und Wanderfreunden Lohhof e.V.
 



Auf den Spuren des bayrischen Märchenkönigs                                                            23.10.2022

An einem wunderschönen, sonnig-föhnigen Sonntag Ende Oktober stand bei den Berg- und Wanderfreunden Lohhof eine Umrundung der Insel Herrenchiemsee auf dem Programm. Geführt wurde diese Tour von Günther Möchel, der im Übrigen auch Vorsitzender unseres Vereins ist. Los ging´s in Unterschleißheim kurz nach acht mit der S-Bahn; 10 Minuten blieben am Hauptbahnhof Zeit für´s Umsteigen und ca. 90 Minuten später wechselten wir in Prien auf´s Schiff.
Auf Herrenchiemsee angekommen ging für die 10 Teilnehmer die 13 km lange Wanderung auch schon los. Anfangs folgte die Gruppe noch dem ausgeschilderten Wanderweg, der sich grundsätzlich in Ufernähe um die Insel schlängelt. Und dann hatte der Wanderführer den Vorschlag, einen abseitigen Weg zu nehmen, den er aus früherer Zeit in Erinnerung hatte. Der sollte zu schönen Stellen am Chiemsee-Ufer führen. Dieser Weg, der sich relativ bald zu einem Trampelpfad verschmälerte wurde zu einem Abenteuer. Es ging teilweise querfeldein, über Baumstämme und Wassergräben hinweg. Nach etwa 30 Minuten kam die Gruppe – welch ein Zufall – am Ausgangspunkt wieder an. Danach ging es auf dem ausgeschilderten Weg weiter. Alle Beteiligten fühlten sich als Pioniere und empfanden die „Dschungeltour“ als lustig. So kann einem die Erinnerung einen Streich spielen….
Die Mittagspause erfolgte bei warmen 20° an einem Picknickplatz mit einem wunderschönen Blick über den See hinweg zur Kampenwand. Genauso faszinierend war die Aussicht in entgegengesetzter Richtung auf die herbstlich gold-gelb gefärbten Laubbäume. Nach ca. 3 Std. umrunden der Insel war dann auch noch genügend Zeit das Schloss Herrenchiemsee aus der Nähe zu fotografieren, nachdem es während der Tour nur immer aus der Ferne zu bewundern war. In Prien gab es dann zum Ausklang im Café Heider noch Kaffee und Kuchen bevor man sich gegen 17 Uhr wieder auf den Rückweg nach Unterschleißheim machte. Der Zug ab Prien war voll, vermutlich aufgrund des schönen Herbstwetters – auch ohne 9 € Ticket.
Bei Interesse schauen Sie doch mal auf unserer Homepage www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de vorbei und informieren sich über die von uns derzeit angebotenen Touren. Vielleicht ist ja auch etwas für Sie dabei. Gäste sind uns immer herzlich willkommen, auch bei dieser Tour war z. B. wieder eine dabei.
Günther Möchel & Lone Jörgensen








Begeisterte Wanderer sind nicht aus Zucker             18.9.22
Bei Entwicklung des aktuellen Wanderprogramms plante unser Wanderführer Gerhard Auer für den ersten Wies´n Sonntag eine 12,6 km lange Wanderung von Kirchseeon über Grafing nach Ebersberg. Bereits Tage zuvor meldeten die Vorhersagen für diesen Tag ein schmuddeliges, nasskaltes Wetter. Dies hielt aber letztendlich ein Dutzend mutige Wanderfreunde nicht davon ab, sich auf den Weg zu machen. Beim morgendlichen Einsteigen in die S-Bahn zeigte sich der Himmel grau aber noch trocken. Beim Aussteigen in Kirchseeon hatte dann bereits Nieselregen eingesetzt und dieser sollte auch bis zur Mittagspause anhalten. Nachdem alle mit guter Regenkleidung einschließlich Schirmen ausgestattet waren, stellte dies kein Problem dar, nachdem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter nur ungeeignete Kleidung“.
Der Weg führte durch Dörfer, entlang von Feldern und durch Waldgebiete. Vieles gab es am Wegesrand zu sehen: Gartenzwerge, Hirsche, Pferde, Schafe und Ziegen in Gehegen, Marterl oder Schwammerl. Die mittägliche Stärkung erfolgte in einem griechischen Lokal am Grafinger Bahnhof. Der nachmittägliche Wanderabschnitt war trocken; es blinzelte sogar vereinzelt die Sonne durch die Wolken. Nach 3 ½ stündiger reiner Gehzeit, kamen wir gegen 17°° Uhr wieder in Unterschleißheim an.
Die Wanderung hatte eigentlich keine besonderen kulturellen oder landschaftlichen Highlights. Wichtiger war es, sich auch bei schlechtem Wetter zu bewegen und damit etwas für Herz und Kreislauf zu tun. (Und der Herbst und Winter werden noch viele solcher schmuddeligen Tage für uns bereithalten.) In Gemeinschaft verging die Zeit wie im Fluge und keiner dachte an Regen trotz des Schirms in der Hand. Gemeinsame Gespräche und das Essen in Gesellschaft waren zusätzliche positive Nebeneffekte.
Sollten auch Sie ein „wetterfester“ Wanderer sein, schauen Sie doch mal auf unserer Homepage www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de vorbei und informieren sich über die von uns derzeit angebotenen Touren. Vielleicht ist ja auch etwas für Sie dabei. Gäste sind uns immer herzlich willkommen, auch bei dieser Tour war z. B. wieder einer dabei.
                                                                                                                  Otto Felkel

 


Wanderwoche in der Pfalz                                             Aug.2022
Werner Ruf, gebürtiger Pfälzer und ehemaliger Gymnasiallehrer, organisierte für die Berg- und Wanderfreunde Lohhof auch in diesem Jahr wieder eine Wanderwoche in seiner ehemaligen Heimat. 18 Wanderfreunde nahmen dieses Angebot zu Herbstbeginn an. Die Anreise nach Kirrweiler, einem Ortsteil der Verbandsgemeinde Maikammer (westlich von Speyer), erfolgte mittels Fahrgemeinschaften in PKWs. Die Autos wurden vor Ort auch benötigt um zu einzelnen Wander-Ausgangspunkten zu kommen. Untergebracht waren wir beim Winzer Hermann Zöller.
Unser Wanderführer hatte wieder ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Am Nachmittag des Anreisetags stand gleich eine 5 km lange Wanderung vor Ort an, der „Biblische Weinpfad“, gesäumt von Weinstöcken, Obst- und Mandelbäumen. Der Weg war bestückt mit Tafeln, die einen Zusammenhang zwischen Wein und Bibel herstellen. Über die Tage verteilt gab es eine ganze Reihe von Spaziergängen durch die örtlichen leicht welligen Weinberge, „Wingerte“ genannt. Werner Ruf hatte zusammen mit unserem Hausherrn auch noch eine Weinprobe mittels Bollerwagen mit anschließender Pfälzer Vesper organisiert.
Des Weiteren stand eine Wanderung auf die „Kalmit“ an, mit 673 m die höchste Erhebung entlang der Weinstraße. Auch ein geführter Ortsrundgang in St. Martin, einem typischen (touristischen) Winzerdorf das regelmäßig vom ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl besucht wurde, war im Angebot.
Besonders angetan waren die Teilnehmer von einer durchaus anspruchsvollen Wanderung rund um Annweiler, die in der Besichtigung der Burg Trifels mündete. In dieser Festung waren zur Zeit der Salier- und Stauferkaiser im frühen Mittelalter die Reichsinsignien aufbewahrt. Außerdem war sie Gefängnis für hochrangige bzw. politische Persönlichkeiten, so den englische König Richard Löwenherz, der dort bis 4. Februar 1194 für einige Wochen inhaftiert war, bis das geforderte Lösegeld von 100.000 Mark (entspricht etwa 23 Tonnen Silber) von der englischen Bevölkerung bezahlt worden war.
Jeden Tag waren die Wanderungen mehr als 10 km lang, d. h. wir haben unserem Verein alle Ehre gemacht. Aber auch die Ruhe und der Genuss kamen nicht zu kurz. So genossen wir Pfälzer Wein und Spezialitäten, wie Pfälzer Saumagen, „Keschte“-Brot (=ein mit Esskastanien durchmischtes Brot) oder Flammkuchen,  in so mancher Wanderhütte oder abends in „Besenwirtschaften“.
Es sei an dieser Stelle der Hinweis gestattet, dass die Organisation einer Wanderwoche für unseren Verein immer etwas Besonderes ist. Es sind einerseits grundsätzliche Ortskenntnisse über die jeweilige Gegend erforderlich. Andererseits ist zur detaillierten Vorbereitung regelmäßig auch noch ein mehrtägiger vorheriger Aufenthalt vor Ort zum Austesten von Wanderungen notwendig. Insofern verdient unser Wanderführer an dieser Stelle ein besonderes Lob.
Weitere Informationen einschl. des Tourenprogramms finden Sie auf unserer Homepage unter www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de.
Otto Felkel







Hopfen-Erlebniswanderung in der Hallertau
Unser Wanderführer Niels Jörgensen probierte vor etwa zwei Monaten eine Wanderung in der Hallertau aus, die er uns nahebringen wollte. Dies ist eine Gegend, in der unser Verein bisher kaum Touren durchgeführt hat. An einem Sonntag gegen 8.30 Uhr starteten 13 Wanderfreunde die Anfahrt vom S-Bahnhof Unterschleißheim nach Freising. Von dort ging es mit einem Regionalbus weiter nach Mainburg (Ankunft kurz vor 10.00 Uhr). Allen Unkenrufen zum Trotz funktionierten die Anschlüsse reibungslos.
Ab dem dortigen Stadtzentrum war dann der „Erlebnispfad Hopfen und Bier“ bestens ausgeschildert. Entlang der ca. 13 km langen Rundtour befanden sich 17 große Informationstafeln, die einen guten Überblick über die Zutaten des Bierbrauens, den Brauprozess sowie den Anbau des Hopfens boten. Hätten Sie z. B. gewusst, dass der Hopfen nur 70 Tage für seinen 7 m hohen Aufwuchs benötigt oder der Hallertauer Hopfen zu den hochwertigsten und deshalb meistgefragtesten in der Welt zählt? Anfangs führte die Tour entlang der Abens. Mittagspause war dann im schattigen Schlossbiergarten von Ratzenhofen, wo wir u.a. das „Endprodukt“ von Hopfen und Malz in Steinkrügen – die den Gerstensaft länger kühl halten - verkosten durften. Der Rückweg führte bei hochsommerlichen Temperaturen durch eine hügelige Landschaft – immer mit Blick auf Hopfenfelder. So freuten wir uns, dass es am Ende der Tour kurz vor Mainburg noch eine Einkehr in die DAV – Theresienhütte gab. Die Durchführung der Tour Mitte August ermöglichte uns Teilnehmern, dass wir auch alle den Hopfen noch in voller Pracht sahen, denn in wenigen Wochen beginnt die Erntezeit und dann stehen nur noch „Stangerl“ in der Landschaft.
Informationen zu unserem Verein und den angebotenen Wanderungen finden Sie auf unserer Homepage www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de
                                                                                                           Otto Felkel & Lone Jörgensen






Durch die Gießenbachklamm zur Schopperalm
oder
Wie die Deutsche Bahn unser Wanderprogramm beeinflusst
Als das aktuelle Wanderprogramm für August Anfang 2022 aufgestellt worden ist, war noch eine Tour von Garmisch-Partenkirchen über den Eckbauern (nahe Partnachklamm) und Ellmau nach Mittenwald vorgesehen. Seit dem Zugunglück Anfang Juni und den seither andauernden Gleisbauarbeiten im Werdenfelser Land ist Garmisch ab Murnau bzw. Oberau nur mehr über Schienenersatzverkehr erreichbar; dies verlängert eine An- und Abfahrt deutlich. Deshalb plante unser Wanderführer Gerhard Auer seine Bergtour um. Angeregt durch einen Flyer der Deutschen Bahn zu Beginn des 9€-Tickets entschied er sich für eine Wanderung bei Kiefersfelden.
Anreise erfolgte per S-Bahn (Abfahrt in Unterschleißheim um 7.52 Uhr) und dem Regionalzug nach Kufstein ab Hauptbahnhof München, den wir an der vorletzten Station in Kiefersfelden verließen. Die Wanderung führte uns zunächst auf einem beschatteten Waldweg entlang des Kieferbachs. Danach folgten wir der Gleisanlage des ehemaligen „Wachtl - Expresses“, einer Schmalspurbahn, die 1912 zum Abbau von Kalkstein errichtet worden und ab den 90iger Jahren für einige Zeit noch als Museums-Eisenbahn in Betrieb war. Bei „Miss Soffi“, Bayerns größtem Wasserrad, bogen wir dann Richtung Gießbachklamm ab. Nächstes Etappenziel war dann ein kleines Wasserkraftwerk. Von dort führten ca. 180 Stufen nach oben zu einem in den Felsen geschlagenen gut gesicherten Weg, der uns in etwa 70 m Höhe durch die Klamm führte. Jetzt war es nicht mehr weit zu unserer Mittagspause in der Schopperalm. Hier hatten wir unsere ersten sechs Kilometer bzw. 2 ½ Stunden Gehzeit hinter uns. Oben gab´s Tiroler Gröstl, Käsespatzen oder andere Leckereien zur Stärkung. Witterungsgerecht wurde auch viel getrunken. Der Hüttenwirt merkte nur noch kurz an, dass es gut sei, dass wir an einen Mittwoch gekommen wären, so hätten wir drei Tische bekommen können, denn an den Wochenenden sei die „Hölle“ los. Nach rd. 100 Minuten Pause und streicheln der dortigen Kleinziegen ging´s dann über Breitenau wieder hinunter ins Tal. Der Weg führte uns wieder entlang der „Wachtl“ - Bahnstrecke, aber nicht direkt, nach Kiefersfelden, sondern zunächst zum Hechtsee. Dies bedeutete für die Teilnehmer einen erneuten Aufstieg von ca. 80 Höhenmetern. Dabei wunderten wir uns über den beißenden Geruch von faulen Eiern. Oben angekommen, konnten wir den Grund hierfür an einer Tafel der Gemeindeverwaltung Kufstein nachlesen: Über ein Rohr wird dort Tiefenwasser aus dem See abgeleitet, welches aufgrund von Sauerstoffmangel eine Schwefelverbindung gebildet hat.
Am See hatte dann unser Wanderführer Gerhard noch eine besondere Überraschung für uns parat; wer wollte konnte ins Wasser. Dies wurde von einzelnen Teilnehmern mit und ohne Badebekleidung aber voller Begeisterung wahrgenommen. Das Wasser war keinesfalls kälter als das des Unterschleißheimer Sees, also rd. 23 Grad aufwärts. Trotzdem bot er bei den mehr als 31 Grad im Schatten eine angenehme Abkühlung.
Mit Blick auf das Kaisergebirge umrundeten wir abschließend den Hechtsee mit Ziel Kiefersfelden. Um 17.06 Uhr ging es dann mit der Regionalbahn wieder nach Hause. Alle Teilnehmer waren von der ca. 12.5 km langen Tour mit ihren 250 Höhenmetern begeistert und lobten den Wanderführer für seine Tourenwahl. Neben 18 Vereinsmitgliedern nahmen auch drei GastwanderInnen an der Tour teil, die insb. durch unsere Artikel im Lohhofer Anzeiger auf den Wanderverein aufmerksam geworden waren. Sie bestätigten uns auch, dass jeder normal geübte Freizeitsportler Ü 60 unser Programm gut bewältigen kann.
Weitere Informationen zu unserem Verein, einschließlich des aktuelle Wanderprogramms bis Ende des Jahres 2022 finden Sie auf unserer Homepage unter www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de. Gäste sind uns auf all unseren Touren herzlich willkommen.
Otto Felkel




Wanderung zur Tannenhütte hoch über Garmisch Partenkirchen
Wanderungen in den Bergen wurden in den letzten Jahren trotz unseres Vereinsnamens „Berg- und Wanderfreunde Lohhof e. V.“ immer rarer. Grund ist u. a. die lange Dauer einer Anfahrt, da wir ja generell öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Unsere S-Bahn am Mittwoch, den 13. Juli, ab Unterschleißheim ging bereits um 7.32 Uhr, was für uns Teilnehmer bedeutete, dass wir gegen 6.00 Uhr morgens aufstehen durften. Am Münchner Hauptbahnhof stiegen wir in den Regionalzug nach Oberau um. Von dort ging es dann mit Schienenersatzbus nach Garmisch, weil nach dem Zugunglück im Juni immer noch Gleise repariert werden. Am Garmischer Bahnhof stiegen wir dann in einen Ortsbus zum Parkplatz der Wankbahn, unserem eigentlichen Wanderstart, wo es gegen 10.45 Uhr losging.
Es folgte dann ein rd. 200 Hm umfassender Aufstieg zur Tannenhütte, der ca. 100 Minuten und viel Schweiß kostete -  auch weil es an diesem Tag rd. 30° Grad hatte, trotz all dem Schatten, den der Wald spendete. Die Tannenhütte liegt auf 934 m Höhe, existiert in heutiger Form seit Oktober 2018 und steht da, wo der Vorgänger, die Gamshütte am 6. August 2015 einem Brand zum Opfer fiel. Die Hütte hat eine tolle Lage: Sie ist umringt von der wildromantischen Bergwelt des Wanks und eröffnet einen traumhaften Ausblick auf das Wetterstein-Massiv mit Zugspitze und Alpspitze. Dort oben nahmen wir uns Zeit für eine anständige Stärkung; beim einen gab es Hüttengröst´l, beim nächsten Schnitzel mit Pommes, Schweizer Wurstsalat, Gulaschsuppe oder nur ein Stück Kuchen und natürlich viel zu trinken.
Die Tour ging dann weiter über die „Hacker-Pschorr-Brücke“, eine solide Hängebrücke, über die an dieser Stelle 40 m tiefe Faukenschlucht. Die Namensgebung sicherte sich die bekannte Münchner Brauerei durch Beteiligung an den Baukosten in Höhe von 15% bzw. 200.000 €.
Im Rahmen des Rückwegs gab es noch einen kurzen Stopp in der spätbarocken Wallfahrtskirche St. Anton, die zum örtlichen Franziskanerkloster gehört. In ihrem Eingangsbereich finden sich viele Erinnerungstafeln an gefallene Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Über den Philosophenweg, eine Eisdiele, wo die Leute sich noch schnell auf die Hand versorgten, ging´s wieder zurück zum Garmischer Bahnhofsplatz, wo wir gegen 16.00 Uhr wieder in den mehr als vollen Bus nach Oberau einstiegen. Der Zug nach München wurde erst in Tutzing richtig voll. Ob es am Berufsverkehr oder dem 9 € Ticket lag, sei dahingestellt. An der Tour haben 17 Wanderfreunde in der Altersspanne von Anfang 60 bis über 80 teilgenommen; alle waren begeistert und haben es gut geschafft.
Wie ist diese Tour eigentlich entstanden: Der Wanderführer Niels Joergensen hatte zur Jahreswende 2020/2021 in einer Sendung des Bayerischen Fernsehens einen entsprechenden Beitrag über die neu eröffnete Tannenhütte gesehen. Im Mai 2021 hat er dann zusammen mit seiner Frau und einem Bekannten die angeregte Tour ausprobiert und für gut befunden. So ist sie in unser aktuelles Programm, das im Januar erstellt worden ist, aufgenommen worden.
Sollten auch Sie einmal Lust haben mit uns mitzuwandern, so sind Sie uns herzlich willkommen. Miteinander wandern, ratschen und essen macht doch im Allgemeinen mehr Spaß als alleine. Unser Wanderprogramm sowie weitere Informationen zu unserem Verein finden Sie auf unserer Homepage unter www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de. Die Wanderführer des Vereins haben sich gerade mehrere Stunden zusammengesetzt und bis Dezember wieder ein interessantes Wanderprogramm zusammengestellt.
Otto Felkel

                                                                     Bilder











Mittelalter Disney Land oder bewundernswerte Aufbauleistung nach dem Krieg?
Am 15. Mai 2022 fand die diesjährige Stadtführung des Berg- und Wandervereins Unterschleißheim statt. Ziel war heuer Nürnberg.

Schon der Treffpunkt mit dem Stadtführer in der Mittelhalle des Nürnberger Hauptbahnhofes vor einem imposanten Mosaik zeigte den Weg von der „Guten Alten Zeit“ in die Moderne. Hatte der Bayerische König Ludwig 1 noch auf Pferde gezogene Treidelschiffe gesetzt, haben Nürnberger Bürger die erste Eisenbahnverbindung von Nürnberg nach Fürth 1835 finanziert und damit einen wichtigen Anfang in die Moderne gewagt.
Aber genau dieses Spannungsverhältnis ist ein Kennzeichen Nürnbergs. Eine ehemalige Reichsstadt mit heute noch weitgehend vollständig erhaltener fünf Kilometer langen Stadtmauer und Mauergraben, einer Kaiserburg, Albrecht Dürers Wohnhaus, um nur einige Zeugen großer Vergangenheit zu nennen. Andererseits verbinden sich mit Nürnberg auch der Aufbruch in die Industriegesellschaft. Große, und leider heute zum Teil untergegangen Namen des Versandhandels, der Unterhaltungsindustrie, des Zweiradbaus und des Maschinenbaus legen davon Zeugnis ab. Nie wurde Nürnberg militärisch erobert, mit Ausnahme 1945 durch den Einmarsch der Amerikaner. Geht man durch die wunderbare Altstadt Nürnbergs, muss man im Hinterkopf behalten, dass die Altstadt Nürnbergs zu 95% durch den zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Lässt man den Weg, den unsere Wandergruppe vom Bahnhof über die Lorenzkirche durch den Innenhof des Heilig Geist Spitals zum Hauptmarkt mit Schönem Brunnen zur Traditionsgaststätte „Bratwurstsröslein“ nahm, Revue passieren, ist man schon sehr bewegt über den meist großartig gelungenen Wiederaufbau der Altstadt. Dieser Eindruck wurde nach der Mittagspause noch deutlich gesteigert, als die Gruppe vorbei an der Sebalduskirche, dem Wolffschen Rathaus, dem Fembohaus hinauf zur Burganlage marschierte. Allein die Besichtigung des Fembohaus sowie der Kaiserburg würde einen Tagesausflug ausfüllen. Wir stiegen aber über die Burg in die Burggärten mit Blick auf das Dürerhaus (ebenfalls ein sehr lohnenswertes Besichtigungsziel). Zurück zum Bahnhof ging es über die malerische Weißgerbergasse und die Straße der Menschenrechte. Daneben befindet sich das Germanische Nationalmuseum, das sich ebenfalls als ein sehr lohnendes Tagesziel anbietet.
Dass wir die Stadtführung bei bestem Wetter genießen konnten, ließ die sehr sachkundige Führung durch unseren Stadtführer zu einem sehr angenehmen Erlebnis in Erinnerung bleiben.
Die eingangs gestellte Frage muss jeder, der bei diesem Ausflug dabei war, selbst beantworten. Nürnberg ist wohl mehr als nur geschickt vermarktete Christkindesmarkt Romantik, sondern auch Zeugnis bewundernswerter Aufbauleistung der Nachkriegsgeneration, der es meiner Meinung nach gut gelungen ist, geschichtliche Zeugnisse nicht museal sondern in lebendiger Form den nachfolgenden Generationen zu erhalten.Weitere Informationen zu unserem Verein einschließlich des Wanderprogramms bis August 2022 finden Sie auf unserer Homepage unter www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de.
Kurt Kratochwill













Wein-Wanderwoche in Freyburg/Sachsen-Anhalt

Vom 28. April bis 5. Mai 2022 veranstaltete unser Verein erneut eine Wanderwoche in den neuen Bundesländern. Ausgerichtet haben diese Tour die beiden Wanderführer Otto Felkel und Niels Jörgensen. Die 16 Teilnehmer im Alter zwischen 56 und 82 Jahren reisten weitgehend mit PKWs in Fahrgemeinschaften an. Ziel war die rd. 3.000 Einwohner zählende Stadt Freyburg, die seit 1895 Stammsitz der Sektkellerei Rotkäppchen ist. Die Gegend könnte vielen auch daher bekannt sein, weil sich in der Umgebung einerseits der zum UNESCO Weltkulturerbe zählende Naumburger Dom sowie Nebra, der Fundort der Himmelscheibe, befindet. Der Reisezeitpunkt wurde so gewählt, weil am 1. Mai, nach 2jähriger Corona Pause in Freyburg wieder ein Frühlingsfest stattfand, bei dem die Winzer mit dem Ausschank des neuen Weins begannen. Das Saale/Unstrut-Gebiet mit seinen terrassierten Weinbergen ist das nördlichste Weinanbaugebiet Deutschlands.
Die über die Woche stattgefundenen Wanderungen führten uns u.a. zu Burgen, Schlössern und Klöstern. Auch Wildpferde (sog. „Koniaks“) und Orchideen wurden insbesondere in dem ehemaligen russischen Truppenübungsgelände, dem heutigen Naturschutzgebiet „Rödel“ gesichtet. Viele der Wege führten uns entlang blühender Obstbäume und durch Weinberge. Laut Schrittzähler eines Mitwanderers haben wir in dieser Woche etwa 80 km auf Schusters Rappen zurückgelegt.
Eingebettet in die Wanderwoche waren auch eine Stadtführung, eine Führung mit Weinprobe im bekannten „Herzoglichen Weinberg“ in Freyburg, die Besichtigung einer alten wasserbetriebenen Getreidemühle sowie der Besuch so manchen Weinguts um einen edlen Tropfen zu genießen.
Quartier hatten wir in der Pension „Unstrutpromenade“ direkt am gleichnamigen Flüsschen. Auch hier galt es verschiedene hauseigene Weine zu probieren, die uns teilweise von der Tochter des Hauses, der aktuellen Weinprinzessin Antonia Odenthal kredenzt wurden.
Wie kam es eigentlich zum Besuch von Freyburg, der jetzt zum dritten Mal erfolgte? Bei einem Unterschleißheimer Weinfest im Herbst 2016 kam bei mehreren Vereinsmitgliedern die Idee auf, doch mal eine Wanderung in einem Weingebiet zu unternehmen. Nachdem wir seinerzeit kein Quartier in Südtirol fanden, erinnerte sich Otto Felkel an einen privaten Besuch in Naumburg und den dortigen Besenwirtschaften entlang des „Blütengrunds“ im Mündungsgebiet der Unstrut in die Saale. Nach mehreren Telefonaten fanden wir eine Unterkunft und die Hauswirtin hatte auch gleich eine Reihe von Wandervorschlägen für uns. So kam es dann im Juni 2017 zum ersten Aufenthalt und mitten in der Coronazeit, im Oktober 2020 (unmittelbar vor dem zweiten Lockdown), zur ersten Wiederholung.
Weitere Informationen zu unserem Verein einschließlich des Wanderprogramms bis August 2022 finden Sie auf unserer Homepage unter www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de.
                                                                                                                       Otto Felkel


Weinprobe in Herzoglichen Weinberg in Freyburg



Mittwochs-Wanderung rund um St. Ottilien         April 2022
Aus München, Eching, Ober- und Unterschleißheim kommend machten sich 22 Mitglieder des Vereins Berg- und  Wanderfreunde Lohhof mit der S-Bahn auf den Weg nach Geltendorf. Hatte es an den Tagen zuvor und danach geschneit, geregnet und gestürmt, so schien an diesem Mittwoch, wie vom Wetterdienst vorhergesagt, die Sonne.
Die Wanderung führte ab dem S-Bahnhof über Feldwege durch Äcker, Wiesen und Waldstücke. Schon bald sah man die Kirchensilhouette des Klosters St. Ottilien. Auch auf Grund der schwarzen Maulwurfshügel und zahlreichen Entwässerungsgräben, die es zu überqueren galt, war unübersehbar, dass wir durch eine Moor- bzw. Moosregion wanderten. Zum Mittagessen kehrten wir in die Klosterschänke von St. Ottilien ein, wo es mittwochs immer Schweinshax´n als Tagesgericht gibt. Innerhalb des Klosterareals wies der heutige Wanderführer Niels Jörgensen u. a. auf das Nähmaschinen-Museum sowie auf Infotafeln hin, die über die Unterbringung und ärztliche Betreuung befreiter Juden nach dem Zweiten Weltkrieg im Kloster aufklärten.
Gegen 17.30 Uhr waren wir von unserer ca. 10 km langen Wanderung wieder in Unterschleißheim. Es wurde deshalb so spät, weil u. a. eine S-Bahn beim Heimweg ersatzlos ausfiel.
Obwohl der Wanderverein seine Touren überwiegend sonntags veranstaltet, bietet er doch seit zwei Jahren aber auch welche unter der Woche an. Speziell diese werden einerseits von Leuten wahrgenommen, die am Wochenende verhindert sind. Andererseits haben sie auch den Vorteil, dass man für die Gruppe leichter Plätze in den Wirtschaften reservieren kann, weil weniger Ausflugsverkehr besteht.
Sollten auch Sie einmal Lust haben mit uns mitzuwandern, so sind Sie uns herzlich willkommen. Unser Wanderprogramm (bis einschl. August 2022) sowie
weitere Informationen zu unserem Verein finden Sie auf unserer Homepage unter www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de. Das monatliche Wanderprogramm wird auch regelmäßig in der letzten Ausgabe des Vormonats im Lohhofer Anzeiger veröffentlicht. So wird voraussichtlich in der Ausgabe vom 29. April das Maiprogramm erscheinen.
Otto Felkel



Mit offenen Augen durchs Freisinger Moos      20.3.22
An einem der letzten Sonntage bot der Unterschleißheimer Otto Felkel eine rd. 12 km lange Wanderung durchs Freisinger Moos an. Insgesamt 20 Personen nahmen daran teil. Alle kamen mittels S-Bahn kurz nach 10.00 Uhr zum Tourenausgangspunkt am Pullinger Bahnhof. Erster Anlaufstelle war der Freisinger Vogelbeobachtungsturm. Es handelt sich hierbei um einen zweistöckigen hölzernen Turm, in dessen oberster Etage man neben einem tollen Ausblick aufs Moos auch noch viele Erklärungen zu seltenen Vögeln und Pflanzen der Gegend findet. Errichtet wurde dieser Turm vom Vogelschutzbund mit Förderung u. a. durch die Stadt Freising und die EU im Zusammenhang mit der Ausweisung des Mooses als „Natura 2000“ Gebiet. Auch wenn aktuell keine Zugvögel unterwegs waren, so konnten wir doch u.a. Silberreiher, Mäusebussarde und mehr als zwei Dutzend Rehe zu beobachten. Alle Teilnehmer, die dem Vorschlag des Wanderführers gefolgt waren, ihr Fernglas auf die Tour mitzunehmen, kamen voll auf ihre Kosten. Der Weg führte uns dann weiter entlang von Gräben und Grünland sowie wenigen umgebrochenen Ackerflächen in Richtung Vöttinger Weiher. Dort überquerten wir auf einer Brücke die neue Südumgehung von Freising, die nach jahrzehntelanger Planung erst kürzlich, d. h. im Februar 2022 für den Verkehr freigegeben wurde. Gegen 12.30 Uhr trafen wir beim „Gasthof Lerner“ in Vötting zum Mittagessen ein.
Nach der Mittagspause wurde in demokratischer Weise beschlossen zum S-Bahnhof nach Freising zu wandern und nicht noch einmal durchs Moos. Der Wanderführer musste auf dem Weg nach Weihenstephan seiner Gruppe enttäuscht mitteilen, dass die versprochenen Störche leider ihr Nest auf der Versuchsbrennerei verlassen haben, nachdem sie im Februar dort noch „geturtelt“ hatten; zu sehen war nur noch das leere Nest. Der Weg führte dann entlang des Südhangs von Weihenstephan Richtung Freising. Der Hang war zu unserer Überraschung übersät mit Bärlauch, der auch fleißig von insbesondere jungen Leuten (wahrscheinlich Studenten) geerntet wurde. Mit der S 1 ging es dann um 15.54 Uhr zurück nach Unterschleißheim.
Den Teilnehmern an unseren Touren entstehen grundsätzlich nur Aufwendungen in Höhe der anfallenden Fahrtkosten; dies war bei dieser Tour 3,50 €. Der Aufwand der Wanderführer wird über den Vereinsbeitrag von 15,00 €/jährlich finanziert.  Wanderführer gehen ihre Tour regelmäßig vor um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, wie z. B. gesperrte Feldwege infolge Baumfällarbeiten oder aber auch geschlossene bzw. nicht mehr existierende Gaststätten.
Sollten auch Sie einmal Lust haben mit uns mitzuwandern, so sind Sie uns herzlich willkommen. Unser Wanderprogramm (bis einschl. August 2022) sowie
weitere Informationen zu unserem Verein finden Sie auf unserer Homepage unter www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de.
Otto Felkel

Frühlingstour entlang der Würm              März 2022
An einem sonnigen Frühlings-Sonntag im März 2022 bot der aus Oberschleißheim stammende Wanderführer Gerhard Auer eine 13 km lange Wanderung von Dachau nach München/Ludwigsfeld an. 22 Wanderer hatten sich ursprünglich angemeldet. Für die meisten begann die Anfahrt um 9.32 Uhr am S-Bahnhof Unterschleißheim; es gab aber auch Teilnehmer, die aus Eching, München und Oberschleißheim dazu kamen. In Oberschleißheim wurde in die Buslinien 292 und X201 umgestiegen. Letztere brachte uns zum Dachauer Bahnhof, wo wir unsere eigentliche Wanderung gegen 10.30 Uhr starteten.
Diese führte uns dann entlang des Gröbenbachs bis zum Waldschwaig See, wo es eine (Kaffee-)Pause am dortigen Kiosk gab. Nach ein wenig Verschnaufen ging´s weiter zur Würm. Diesem vom Starnberger See kommenden Bach folgten wir bis nach Karlsfeld. Nächstes Ziel war die bayrische Gaststätte „Zur Eiche“, die wir gegen 12.50 Uhr erreichten. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon rd. 8 km zurückgelegt.
Nach einer etwa 1 ½ stündigen Mittagspause ging´s wieder entlang der Würm weiter bis zur Stadtgrenze von München bzw. dem S-Bahnhof Karlsfeld. Anschließend bogen wir in das Natur- und Landschaftsschutzgebiet Allacher Lohe ab und wanderten parallel zu den Gleisen des Rangierbahnhofs bis zum Hundsee, den wir zum Abschluss noch umrundeten. Etwa um 16.00 Uhr stiegen wir am historischen Gestüt Ludwigsfeld in den Bus 175 ein, der uns zum S-Bahnhof Fasanerie brachte. Von dort ging es wieder zurück nach Unterschleißheim.
Bemerkenswert war, dass an dieser Tour auch drei „Gastwanderinnen“ teilnahmen, deren Interesse wir über unsere Artikel im Lohhofer Anzeiger geweckt hatten. Alle bekundeten die Absicht auch an künftigen Wanderungen mitzumachen. Viele Gespräche der Mitwanderer waren an diesem Tag auch vom Krieg in der Ukraine bestimmt; einerseits vom Leid der dortigen Zivilbevölkerung aber auch von den Gefahren, die von diesem Konflikt auch für uns ausgehen könnten.
Sollten auch Sie einmal Lust haben mit uns mitzuwandern, so sind Sie uns herzlich willkommen. Unser Wanderprogramm (bis einschl. August 2022) sowie
weitere Informationen zu unserem Verein finden Sie auf unserer Homepage unter www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de.
Otto Felkel


Für Wanderer gibt es kein schlechtes Wetter                 4.1.2022
Obwohl Regen-, Graupelschauer sowie vereinzelter Schneefall für´s Alpenvorland vorhergesagt waren, machten sich Anfang Januar neun wetterfest ausgerüstete Wanderfreunde auf zur ersten Tour dieses Jahres. Dies ist traditionsgemäß ein Aufstieg auf den „Heiligen Berg“ in Andechs; eine Tour mit rd. 11km Länge.
Bei Einstieg in die S-Bahn in Unterschleißheim regnete es wie vorhergesagt. Auch der während auf der Wanderstrecke zwischen Herrsching und Andechs einsetzenden Schneefall passte zur Wetterprognose, vermieste aber der Gruppe nicht die gute Laune. Nachdem sich die Einzelnen im Andechser Bräustüberl gestärkt hatten,  machte man sich bei aufklarendem Himmel wieder auf den Rückweg, diesmal über´s Hörndl  mit Blick auf den Ammersee. Wieder in Hersching angekommen zeigte sich stellenweise sogar der blaue Himmel. Für Gerhard Auer als neuen Wanderführer des Vereins war die mit neun Personen Corona gerecht durchgeführte Tour ein gelungener Anfang.
Eine Episode am Rande: Als wir das Bräustüberl betraten wunderten wir uns, dass auf den Tischen nur helles Bier stand, obwohl Andechs doch für seinen dunklen Doppelbock bekannt ist. An der Schankkasse erfuhren wir dann, dass aufgrund einer Verunreinigung des Malzes im Produktionsprozess die Brauerei 10.000 Hektoliter des dunklen Gerstensafts aus dem Verkehr gezogen hat und deshalb zurzeit diese Biersorte nicht verfügbar war.
Sollten Sie gerne mal in Gemeinschaft wandern wollen, sind Sie bei den Berg- und Wanderfreunden immer willkommen. Informationen einschließlich Programm unter www.berg-wanderfreunde-lohhof-ev.de.
Otto Felkel

Wander- und Kulturwoche in der Weinpfalz

Pünktlich zur Weinlese machten sich 18 Mitglieder der Berg- und Wanderfreunde Lohhof

zu einem 8-tägigen Wander- und Kultururlaub in die Weinpfalz auf. Als Quartier hatten wir uns

einen Winzer in der Gemeinde Kirrweiler/Neustadt an der Weinstraße ausgesucht. Dieser Ort

hat eine lange historische Tradition; u. a. war hier die Sommerresidenz der Fürstbischöfe zu

Speyer. Unser Wanderführer Werner Ruf, der aus der Pfalz stammt, hatte für die Woche ein

vielseitiges Programm zusammengestellt. So ging es am ersten Tag über den Weinlehrpfad

von St. Martin hoch zur Kropsburg. Dort oben befindet sich das in den Jahren 1893 bis 1899

erbaute sog. „Friedensdenkmal“. Bauherr war Prinzregent Luitpold von Bayern und erinnert

somit einerseits an die bayerisch-preußische Allianz im Krieg 1870/71 gegen Frankreich und

andererseits an die Epoche, als die Pfalz zum Königreich Bayern gehörte.

Eine weitere Wanderung führte uns von Mai- kammer durch das Klausental hoch zum Ham -

bacher Schloss, einem für die deutsche Geschichte historischen Ort: Das Hambacher

Fest von 1832 gilt als Beginn der Entwicklung zur Einheit des deutschen Reiches. In dem Fest

findet auch unsere heutige schwarz-rot-goldene Fahne ihren Ursprung. Das Hambacher

Schloss wird von den Einheimischen auch „Käschde“-Burg genannt, da die Anhöhe von

einem Wald von Esskastanien (=„Käschde“) umgeben war.

Sportlicher Höhepunkt war die Wanderung auf die 673 m hohe Kalmit. Der Weg führte

zunächst durch einen lichten Kiefernwald, bevor es durch das „Felsenmeer“, einer ein-

drucksvollen weitläufigen Ansammlung von meterhohen Sandsteinfelsen, ging. Einkehr

erfolgte am Kalmithaus, von wo aus es eine großartige Aussicht in die Rheinebene gab.

Auch die Kultur kam nicht zu kurz. So zeigte unser Führer uns im Weinbauort Deidesheim

das Lokal, wo der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl seinen hohen Staatsgästen das

Pfälzer Traditionsgericht „Pfälzer Saumagen“ hat servieren lassen.

In Bad Dürkheim besichtigten wir das „Riesenfass“ mit einem Durchmesser von 13,5 m bzw.

1,7 Mio. Liter Rauminhalt sowie das 33 m lange und 18 m hohe Gradierbauwerk. Hier tropft

Sole über Äste und bewirkt im angrenzenden Kurpark eine salzgesättigte feuchte Luft, die

gut für die Durchlüftung der Lunge ist. Bei einem Stadtrundgang in Speyer besichtig -

ten wir den Dom mit seinen Kaisergräbern (aus der Salierzeit, 11. Jh.) sowie den mittelalterlichen

Judenhof, der erst kürzlich als Weltkulturerbe eingestuft wurde. Kultureller Mittelpunkt des

Judenhofs ist das 11 m tiefe und von Grundwasser gespeiste rituelle Frauenbad, die sog.

„Mikwe“.

Was uns alle faszinierte, war der Besuch beim „Essigdoktor“ in Venningen. Dort hat sich ein

Winzer darauf spezialisiert seinen eigenen biologisch angebauten Wein zu hochwertigen

Essigen zu vergären. Vor der Führung durch die stimmungsvoll mit Kerzen beleuchteten Essig -

keller mit alten Weinfässern wurden wir in Kapuzenmäntel eingekleidet, damit keine

unliebsamen Fremdbakterien eingeschleppt werden – wie man uns sagte. In den Kellern

konnten wir dann die mit Kräutern und Gewürzen zugesetzten Essige schnuppern sowie

einer alten „Essigmutter“ (= Essigpilz, der Alkohol mit Hilfe von Sauerstoff aus der Luft zu

Essigsäure fermentiert) bei ihrer stillen Arbeit im Wein zusehen. Den absoluten Höhepunkt

bildete die anschließende Verkostung von 5 hochwertigen Trinkessigen, was ein unver -

gleichliches Geschmackserlebnis war. Die Abende ließen wir entweder in unserem

schönen Weinhaus oder einer Straußenwirt - schaft am Ort gemütlich bei einer prickelnden

Schorle oder einem herrlichen Pfälzer Wein fröhlich ausklingen. Alle Teilnehmer freuten

sich, dass nach der langen bedrückenden Corona-Pause ein so schöner, erholsamer und

die Psyche wieder aufbauender Wanderurlaub in der Pfalz möglich war.

Wenn der Bericht bei Ihnen den Wunsch ausgelöst haben sollte, unseren Verein näher ken -

nenzulernen sind Sie uns als Gäste herzlich willkommen. Überlegen Sie doch mal, ist wandern,

ratschen oder in Gemeinschaft einfach mal was unternehmen etwas für Sie? Information zu

allen, regelmäßig stattfindenden Wanderungen (die keinen überfordern!) der Wander -

freunde Lohhof finden Sie im Lohhofer Anzeiger oder auf unserer Homepage unter

www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de

Werner





Wanderung zur Säulenhalle bei Polling

An einem kalten, aber sonnigen November-Sonntagmorgen machten sich30 Wanderfreunde mit S- und Regionalbahn auf den Weg nach Weilheim. Dort startete die eigentliche Wanderung. Diese führte entlang der Ammerüber Oderding zum„Stoa169“, in der Nähe des Dorfes Polling. Bei „Stoa169“ handelt es sich um eine offene Kunsthalle mitten in der Natur, getragen von 121 individuell gestalteten Säulen. Das Wort „Stoa“ verweist auf die Wandel-halle der Philosophen im alten Griechenland. Das Kunstwerk erhielt seine Baugenehmigung im Jahr 2017. Das von Bernd Zimmer entworfene Kunst -werk gehört einer Stiftung. Durch Berichte von Funk und Fernsehen wurdeauch unsere Wanderführerin Hermine Pallauf auf dieses Ziel aufmerksam. ImRahmen der 13 km langen Wanderung kehrten wir in einer gemütlichen Bauernwirtschaft ein, wie man sie heute nur noch selten findet. Es gab nur eine begrenzte Speisekarte; aber das Essen war mit viel Liebe zubereitet. So gab es zum Schweinebraten neben selbstgemachten Semmelknödeln eine „ordentliche Soß“ und nicht nur eine aus dem„Packerl“. Als wir uns kurz vor 17.00 Uhr mit dem Zug wieder auf den Heimweg machten, ging die Sonne im Pfaffenwinkel gerade mit einem schönen Abendrot unter. Den Lohhofer Berg- und Wanderfreunden sind Gäste – die vielleicht künftig neue Mitglie - der werden – immer willkommen. Die Mitglieder des Vereins kommen nicht nur aus Unterschleißheim, sondern auch aus den umliegenden Gemeinden sowie aus München. Informationen zu unseremVerein finden Sie auf unserer Homepage unter www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de.

Otto Felkel, Berg- und Wanderfreunde Lohhof


Herbstwanderung zum Nymphenburger Schloss

Am 17. Oktober 2021 verzichteten 25 aktive Mitglieder der Berg- und Wanderfreunde Lohhof auf ihre obligatorische Kirchweihgans. Stattdessen begaben sie sich unter Führung des neuen Vereinsvorsitzenden Günther Möchel auf eine 10 km Stadtwanderung. Hierzu fuhren sie mit der S1 gegen 9:30 Uhr ab Lohhof gen München Pasing. Schien in Unterschleißheim noch die Sonne, so wurden sie in München mit „Morgennebel“ empfangen. Der Weg führte sie ab Pasing entlang des Nymphenburger Kanals zum Schlosspark. Dort konnten die Teilnehmer u. a. die Kaskade, den Springbrunnen und altgriechische Statuen bei Sonnenschein bewundern. Auch eine Gondel war in den Schlosskanälen im Einsatz. Nach einer rd. 1 ½ stündigen Pause im Café Palmengarten marschierten sie über verschlungene Pfade weiter zum Moosacher Bahnhof, von wo aus es mit der S-Bahn wieder nach Hause ging.

Viele der Teilnehmer freuten sich, dass jetzt solche Touren nach der langen Corona-Pause wieder möglich sind. Das miteinander wandern, ratschen und essen ist vielen in den vergangenen Monaten schmerzlich abgegangen.

Sollten Sie Lust verspüren mal mitzuwandern, sind Sie bei unserem Verein immer willkommen. Auf anstehende Wanderungen weisen wir regelmäßig im Lohhofer Anzeiger hin. Außerdem finden Sie die Termine und weitere Informationen auf unserer Homepage „www.berg-und-wanderfreunde-lohhof-ev.de“.

Otto Felkel

Berg- und Wanderfreunde Lohhof

Für Wanderer gibt es kein schlechtes Wetter ……4.1.2022…..

Obwohl Regen-, Graupelschauer sowie vereinzelter Schneefall für´s Alpenvorland vorhergesagt waren, machten sich Anfang Januar neun wetterfest ausgerüstete Wanderfreunde auf zur ersten Tour dieses Jahres. Dies ist traditionsgemäß ein Aufstieg auf den „Heiligen Berg“ in Andechs; eine Tour mit rd. 11km Länge.

Bei Einstieg in die S-Bahn in Unterschleißheim regnete es wie vorhergesagt. Auch der während auf der Wanderstrecke zwischen Herrsching und Andechs einsetzenden Schneefall passte zur Wetterprognose, vermieste aber der Gruppe nicht die gute Laune. Nachdem sich die Einzelnen im Andechser Bräustüberl gestärkt hatten,  machte man sich bei aufklarendem Himmel wieder auf den Rückweg, diesmal über´s Hörndl  mit Blick auf den Ammersee. Wieder in Hersching angekommen zeigte sich stellenweise sogar der blaue Himmel. Für Gerhard Auer als neuen Wanderführer des Vereins war die mit neun Personen Corona gerecht durchgeführte Tour ein gelungener Anfang.

Eine Episode am Rande: Als wir das Bräustüberl betraten wunderten wir uns, dass auf den Tischen nur helles Bier stand, obwohl Andechs doch für seinen dunklen Doppelbock bekannt ist. An der Schankkasse erfuhren wir dann, dass aufgrund einer Verunreinigung des Malzes im Produktionsprozess die Brauerei 10.000 Hektoliter des dunklen Gerstensafts aus dem Verkehr gezogen hat und deshalb zurzeit diese Biersorte nicht verfügbar war.

Sollten Sie gerne mal in Gemeinschaft wandern wollen, sind Sie bei den Berg- und Wanderfreunden immer willkommen. Informationen einschließlich Programm unter www.berg-wanderfreunde-lohhof-ev.de.

Otto Felkel